Tag 11 – Fahren, Fahren, Fahren

Für heute steht ein großer Reisetag an, 3 Transfers um genau zu sein:

– raus ausm Dschungel

– raus aus da Pampa

– ab nach Sukhotai

Transfer 1: DschungelCamp – Umphang

Super, die Nacht im Zelt ging doch recht gut vorüber – zumindest ohne Moskitostiche….was das positivste war. Auf groß Reinemachen wurde verzichtet, denn die Sanitären Anlagen sahen schlimmer aus als in Chinesischen Hochsicherheits-Massenknasts und ganz nebenbei…alles war nass und „gutriechend“. Zähneputzen musste reichen.

Frühstück gab’s wieder im Bretterverschlag – ala Ferienlager wurde aufgetischt (Toast, Marmelade, Pulvercafe). Bei allen war noch eine gewisse Morgenmüdigkeit auszumachen.

Kurz mussten wir herwarten bis dann unser Pickup eintraf. Wir saßen wieder hinten auf der Ladefläche – Gottseidank kein Regen.

Die Fahrt ging quer durch den Dschungel, teils auf preparierten Betonstraßen, teils auf nassen Schotterpisten und teilweise blockierten umgefallene Bäume die Straße.

Bei mehreren Anstiegen kam der, vollbeladene, Allrad an seine Grenzen…durchdrehende Reifen…bis kurz vorm Steckenbleiben!!!

Mit der Machete hat der Thaiboy dann die blockierenden Äste vom Truck entfernt – ein Ast hatte uns dermaßen blockiert dass der Truck feststeckte.

Im UmphangHouse angekommen wechselten wir, nach einer kalten Dusche, auf die letzten verbliebenen sauberen Klammotten!

Zum Essen gab’s Nudeln (ohne Fleischeinlage – eh klar, die kochten die ganze Woche dort nur für 7 Mädels die leicht zu ernähren waren)…3 Teller reichten dann auch.

Schließlich erhielten wir die Info, dass uns ein LocalTaxi um 11:30 holen würde…Juhu, nochmal retour auf der Straßenachterbahn 😉

P.S. Vrouns Handy, meldete SOS…Wassereintritt an der Ladebuchse = AlarmstufeRot und großes Entsetzen (Handy = Heiligtum, neben Schuhen), ..

hätte sich eine Schlange irgendwo Blicken lassen wär just jetzt egal gewesen…

Transfer2: Umphang – MaeSot

Wir wussten was kommen wird, entsprechend groß war die Vorfreude. ….wir wurden auch nicht enttäuscht.

Nachdem der Fahrer es anfangs langsam angehen ließ, lief er langsam zu Raceform auf. Die Kurven wurden meist in der Ideallinie genommen – zickzack übern weiße(gelben) Strich – um die letzten Hundertstel rauszuholen.

Als es dann noch ordentlich zu Schütten begann (nur die letzten 120km) wurde es auch richtig ungemütlich hinten…überall die Gischt der nassen Fahrbahn.

Was uns wärmte waren die tiefschwarzen Abgaswolken unseres Songthaews sowie die Abwärme die vom Boden aufstieg…

Vroun warf sich ihr Regencape über – ich hab sowas ned, warum auch????

Ergebnis…Vroni Trocken / Flo nass

Bei der Ankunft in MaeSot war keine Zeit zum Klamottenwechsel, der Bus nach Sukhotai ging um 5 – wir trafen um 5 ein.

Transfer 3: MaeSot – Sukhotai

Nur noch kurz die Tickets gekauft und rein in den Bus – Glück gehabt, Luxusliner mit Bedienung!

Ganz vorne oben im Doppeldecker waren unsere Plätze. Unsere Nachbarin, eine Chinesen, durfte sich freuen – mittlerweile stanken wir ganz ordentlich…vermutlich wie eine Büffelherde.

Schien der Chinesin nichts auszumachen, in ordentlichem Englisch fragte sie munter drauf los…denke sie bemerkte nicht dass ich grad keinen Bock mehr auf Konversation hatte – Hunger und Nässe bereiten keinen Frohsinn 😉

Irgendwann, als wir demonstrativ die Augen schlossen war’s dann auch ihr klar!

Während der Fahrt wurden nasse Klamotten gegen feuchte getauscht – als wir dann vom Kellner noch Decken bekamen war wieder alles gut. Bis Sukhotai (3 Stunden) hatten wir uns wieder aufwärmen können.

In Sukhotai gings dann direkt mim Tuktuk in die Unterkunft. Unser ausgewähltes Guesthouse – BlueHouse – war voll, so folgten wir der Empfehlung des Fahrers…4TGuestHouse. Die Alternative war ganz ordentlich, sauber…preiswert…Klo zum Sitzen – was will Mann mehr 😉

Absolutunübertrefflichundgenial – Wäscheservice war vorhanden!!!!!!

So wie wir waren, weils wurscht war, gings in die Stadt um einen Happen zu essen – eigentlich egal, denn ab und an stinkts in den Städten als ob jemand ein Plumpsklo ausgeleert hätte!

Glück khabt, es war Samstag und Samstag ist hier = Nightmarket…aiso gings dahin.

Dort angekommen – so ein Scheiß – mussten wir feststellen dass bereits zusammengeräumt wird(NightMarket…schließt um 20:30???). Naja, dann suchen wir uns eben ein gemütliches Lokal.

Gut gegessen und noch zwei Chang – so nahm der Abend ein schönes Ende!

Tag 10 – Wildlife pur

Um 8 Uhr morgens wurden wir abgeholt. Im Umphang House lernten wir die übrigen Teilnehmer der Tour kennen. Eine Portugiesin, eine Chinesin und die restlichen Mädls allesamt aus Deutschland. Sie machten hier ein Volontariat. Nachdem die Bank im Ort geöffnet hatte, konnten wir auch wirklich an der Reise teilnehmen. Es ging mit dem Schlauchboot den Fluss entlang. Beeindruckende Steinformationen, Pflanzen und auch ein paar Affen konnten wir entdecken.

Zwischenstopp bei einem Ableger des Flusses. Es war einfach wie der Fluss nur braune Brühe. Hier hatte das Wasser Badewannentemperatur. Wenig unsicher, ob man hier wirklich rein sollte entschloss ich mich aber dann doch es auszuprobieren, schließlich soll es ein Abenteuer werden.

Ganz vorsichtig, denn wer weiß was da alles drin schwimmt, „genossen“ wir das kleine Bad bevor es wieder weiter Flussabwärts ging. Da es in den letzten Tagen sehr viel und stark geregnet hat, war das Wasser nicht nur brauner als sonst, sondern es knickten auch viele Bäume um. Was die Fahrt etwas interessanter machte – nur nebenbei…ein Baum konnte nur passiert werden indem alle Insassen im Boot untertauchten und die Köpfe (natürlich keine Helme) einzogen.

Nach der ca. 3 stündigen Bootstour legten wir an. Aßen in einem Felsvorsprung unser Mittagessen und liefen anschließend zum Camp. Dort durften wir unser Zelt für die Nacht aufbauen.

Oleg – Zelten juhu – das haben wir seit unseren Jugendtagen nicht mehr gemacht und Flo und ich waren auch nur semibegeistert.

Nun ging es durch den Dschungel zum Wasserfall. Hier riet uns der Guid Flip Flops anzuziehen.

Anmerkung Flo: Mit im Gepäck sind Vronis „Heilige Birkenstock“…die nicht „dreckig“ werden dürfen – nach 10m – richtig Meter nicht Kilometer – datschte Sie in eine Matschpfütze und der rechte Schuh war Sternvoidreck!!

Die Flora und Fauna ist der Wahnsinn.

Es ist so laut im Wald, dass ein Benzin-Rasenmäher wohl leise dagegen ist.

So nun aber endlich. Der schönste Wasserfall des Landes liegt zu unseren Füßen und war so gar nicht am Schönsten. Es rauschten braune Wassermassen tosend hinunter. An Schwimmen war überhaupt nicht zu denken. Selbst die Aussichtsplattform stand unter Wasser. Wir machten das Beste daraus. Auf sich wirken lassen, Fotos machen und dann … eigentlich wäre diese Zeit für’s Baden am Wasserfall da. Flo hats dann abbekommen und ich hab ihn de ganze Zei bissl dratzt. Hätte er nicht das ganze Bargeld dabei gehabt, bin ich mir sicher, er wäre nicht verschont geblieben, im Wasser/Matsch mit mir zu fighten. Die Wasserfluten luden nur so zum Herumtollen ein.

Recht durchnässt kamen wir zurück ins Camp. Dort hätte uns nur eine kalte Dusche erwartet, auf die wir dann doch gerne verzichteten.

Abends spielten Flo und ich dann Schafkopf. Okay er versuchte mir das Schafkopfen beizubringen. Also wie war das mit Wenz, Solo, Geier etc? Lt. Verhaltensregeln wäre es nicht erlaubt gewesen. Auch ein, zwei Maßen Bier waren nicht gern gesehen. Es hat sich wohl nie ein Bayer hierher verirrt?!?!

Nach ein paar späteren Runden UNO ging es dann für uns alle ins Bett äh in den Schlafsack – quer – längs hatte Flo nicht Platz ..

Tag 9 – Ans Ende der Welt (Death Highway)

Früh am Morgen packten wir unsere sieben Sachen, denn wir wollten schließlich in den Dschungel. Genauer gesagt, nach Umphang.

Beim Frühstücken lernten wir einen Wahlaustralier kennen. Dieser fährt mit seinem Motorrad in seine Heimat nach Irland zurück. Er wird wohl in Summe eineinhalb Jahre und 40.000 Milen auf seinem Bike verbringen. Was für ein Abenteuer!

Zu Fuß ging es zur Busstation zurück. Nun wussten wir, dass wir schon weit im Westen waren. Mit Händen und Füßen und Reiseführer erklärten wir, dass wir nach Umphang wollten. Und dann kam es wie befürchtet. Wir stiegen in ein Songthaew (aus Wiki ;): Sammeltaxi – Überdachung und ein seitlich meist halboffener Aufbau. Die Fahrgäste sitzen sich auf Bänken an den Seiten gegenüber, ohne Sicherheitsgurte und ohne Armlehnen. Falls keine freien Sitzplätze mehr vorhanden sind, werden Passagiere auch auf den Heck-Plattformen mitgenommen, wo sie sich an Stangen festhalten können.)

Wir gurgten zuerst eine! Stunde in Mae Sot rum. Sammelten Leute auf und aber vor allem Lebensmittel, Blumen und einen Ventilator. Es fehlte nur noch die Henne. Es gibt in diesem abgelegenen Ort keine Post. Alles wird per Taxi, früher war es die Postkutsche, von A nach B mitgenommen.

Mir war schon ganz übel und dabei waren wir noch nicht mal am Highway.

Vor uns lagen 167 km Serpentinen, Schlaglöcher, Abgase und Regen. Das Wetter wurde zunehmend schlechter. Es regnete von allen Seiten in den Bus. Es war laut, kalt und nass. Darüber hinaus konnten wir nur durch unsere Buff’s atmen, die auch nicht mehr taufrisch waren. Mittlerweile können wir es nachvollziehen, warum so viele Menschen mit Mundschutz rum laufen. Die Autos haben keinen Katalysator. Vor allem in den Städten ist der Verkehrsgestank oft kaum auszuhalten. Bei unserer Fahrt nach Umphang hätten wir quasi for free noch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung mitbekommen. Übel!

Nach einer Pinkelpause und auf halber Strecke war ich dann völlig am Ende. Es regnete in den Bus. Das Wetter wurde zunehmend schlechter. Es war laut, kalt und nass. Zudem stieg eine Frau ein, die durchweg telefonierte. Gefühlt war es ein Monolog und was die für eine Lunge haben muss. Ohne Punkt und Komma – zum erwürgen. Eine Reisetablette musste her.

Die nockte mich dann völlig aus und ich konnte ein wenig schlafen oder alles im Slow-Modi miterleben.

Endlich angekommen – wir waren die Letzten die ausstiegen. Zimmer gesichtet, für gut befunden und eingecheckt. Einige Minuten darauf kam auch gleich der Guide für die angefragte Tour. Dann nur noch schnell Bargeld am Automaten holen und die Tour in den Dschungel und zum höchsten Wasserfall Thailands ist gesichert. So der Plan. 6 Bankautomaten später hatten wir alles gesehen, was man hier entdecken konnte, nämlich nichts und trotzdem kein Bargeld.

Da wir an unsere Situation nichts ändern konnten, aßen wir noch was Warmes am Straßenrand. Zurück in unserer Blockhütte duschten wir warm. WiFi lief nicht. Es regnete. Aber, Gott sei Dank, wir lagen im Bett, über uns das Moskitonetz und schauten Filme übern Laptop. An dieser Stelle, danke Emi! Die Filme die du mir vor 3 oder 4 Jahren mal gegeben hattest bescherten uns einen tollen Abend.

Tag 8 – ab an die Grenze zu Myanmar

Okay, aus der Wanderung am frühen Morgen wurde nichts. Mit einem kleinen Kater von gestern checkten wir um 11 Uhr aus. Gingen, mit Umwegen, zu unserer Busstation, die uns zum Busterminal bringen sollte. Noch kurz einen Kaffee und Croissant takeaway. Kurzentschlossen fuhren wir dann mit dem Tuk Tuk zur Busstation. Sind schließlich noch nicht mit einem Tuk Tuk gefahren und darf auf unserer Reise auch nicht fehlen. Die Entscheidung war goldrichtig, denn 10 Minuten später ging ein komplett besetzter Bus ins 4 Stunden entfernte Tak.Dort noch nicht richtig angekommen, setzten wir uns gleich wieder in einen Minivan der uns an die Grenzstadt Mae Sot brachte. Was für eine Fahrt! Hoch hinauf ging es mit zwei Polizeikontrollen und waghalsigen Überholmanövern. Manchmal hatte man das Gefühl, wir müssen aussteigen und anschieben. Das andere Mal bretterte der Bus nur so in die Kurven, dass man zwangsläufig in die Kurve miteinlenkte.Neben Thai-Schlager sorgte ein Farbwechsellicht und eine am Rückspiegel hängende Stofffledermaus, die sich mächtig in die Kurven legte, für die richtige Stimmung.

Unzählige Kurven später erreichten wir unser Tagesziel, wo wir in einem wunderschönen Guesthouse unterkamen..

Tag 7 – Kochen für Profis und ein kleiner Absacker

Ja genau – Kochen steht heute auf der Tagesordnung. Voller Vorfreude triebs Vroni heute zügig aus den Federn, eigentlich nicht ihr Style…;)

Bevor wir am Hotel abgeholt werden sollten gingen wir noch kurz Frühstücken – Kaffee und Omlette, alles gut (…fast, Vroun nahm ihr Omlette mit Pilzen…war irgendsoein Zeugs es nicht sonderlich geschmeckt hat).

Jedenfalls wurden wir pünktlich um 8:30 Uhr abgeholt. Gemeinsam mit 2 Holländern, 2 Amis, und 5 Franzosen gings auf die Organic(keine künstlichen Spritzmittel, nur Wasser) Farm ca. 30 Minuten außerhalb ChiangMai’s.

Zwischenstopp machten wir in einem Frischmarkt – ähnlich Großmarkthalle MUC. Frisches Grünzeugs in sämtlichen Variationen….mit der schönste Markt bisher (…auch Vroni schaffte es ohne Übelkeitsanfall…). Wass(…eine 1,60m Thai-Duracell-Zieh-auf-Frau mit Dauersmiling)erklärte uns was wir später verarbeiten werden.

Nach 20 Minuten gings weiter – eine schöne Location abseits des Stadttroubels wartete auf uns.

Kurz angekommen…gings auch schon los, ausgestattet mit Schürze und Farmerhut gingen wir durch den zugehörigen Gemüsegarten und holten die benötigten, frischen Kräuter.

Zurück an den Kochstellen erfuhren wir wesentliches über zwei Reisarten und wie sie am Besten zubereitet werden. Selbst die Thai benutzen einen Reiskocher. Hah, das fehlt noch in unserer Küchenausstattung. (NOT – kommt nicht in die Tüte…ähh Küche!!!)

So jetzt durften wir zeigen wie viel Muskelkraft wir haben und unser eigenes Curry herstellen. Wer glaubt, das besteht rein aus getrockneten Gewürzen, der irrt.

Aus Knoblauch, Zitronengras, Scharlotte, Schale ähnlich wie eine Limette und Glump&Zeig ist die Grundbasis für ein gutes Curry. Alles bisschen klein schnippeln und ab in der Mörser.

Alles gut zerstampft ging es weiter mit der Tom Yun Soup. Süßsaure, scharfe Suppe.

Chiang Mai steht für Pad Thai. Das Nudelgericht mit Ei, Gemüse und Tofu oder Feisch/Fisch.

Kaum gegessen fuhren wir mit der Ferigstellung des Curry fort dazu gebratenes Gemüse.

Wir waren satt(…Anmerkung, richtig satt war i(Flo) ned, de Portionen warn für kleine Asiaten ausglegt ;)). Aber eine Nachspeise geht immer. Bananen in Kokosmilch gekocht. Yummi. Flo hat angekündigt, das jetzt öfter zu machen. (STIMMT!)

„Mehr als“ gesättigt fuhren wir von der schönen Farm zurück in die Stadt, wo Vroun sich mal „kurz“ für 3 Stunden aufs Ohr haute.

Abends ging es dann für nen Absacker, aber vielmehr wegen dem leckeren Crepes von gestern, in die Stadt.

Wir besuchten noch eine Jazzbar die der Wahnsinn!!!! war. Viele junge Künstler traten auf.

Eigentlich wollten wir nur kurz reinschauen….nach 4 Bier sind wir dann auch schon abgedampft 😉

Wir lernten Iren, eine Amerikanerin und Brasilianer kennen. Mitternacht ist längst vorbei. Jetzt aber ab nach Hause. Morgen heißt es früh raus um aufn Hausberg von Chiang Mai noch schnell zu wandern.

Tag 6 – Chiang Mai Rundgang

Es regnete. Das erste Mal stärker. Na ja wir sind ja auch im Norden. In Deutschland ist auch immer das Wetter im Norden schlechter. Wir suchten zum Frühstücken die Empfehlung vom DuMont auf. Auf den Weg dorthin querten wir sogleich den schönsten aller Tempelanlagen in Chiang Mai.

Unser erstes Highlight

Magenknurrend und durchnässt gingen wir weiter bis zum Diamond Blue Cafe.

Was für ein tolles Cafe! Wäre es in Regensburg, ich würde mich wohl wöchentlich mit meinen Freunden zum Klatsch-und-Tratsch-Austausch treffen.

Richtig tolle Atmosphäre, umfangreiche Speisekarte und leckere Smoothies.

Das letztere mag sein, stellte sich aber für Flo als 2. Highlight heraus. Nachdem Kaffee, Müsli und Kartoffeln mit Ei auf den Tisch standen, fehlte der Smoothie noch. „Den haben sie wohl vergessen.“ Es gilt im allgemeinen schon unhöflich nachzufragen, weil die Thais ihr Gesicht verlieren könnten. Noch unhöflicher wäre es aber dann das georderte nicht zu verspeisen. So saß ich dann vor meinen grünen, supergesunden Papaya Smoothie. Der leider alles andere als lecker war. Er erinnerte mich an eine Medizin von früher. Übel!

Flo half das Elend zu beenden.

Bei einer Kochschule buchten wir für den nächsten Tag einen Tageskurs Thai-Küche, bevor es weiter ins Zentrum ging. Umsäumt von der noch gut erhaltenen Stadtmauer. Eine Tour von Tempel zu Tempel gestaltete unser Tagesprogramm. Irgendwann konnten wir keinen Tempel mehr sehen.

Als nächstes zu den Märkten, die man unbedingt gesehen haben muss.

So dachten wir zumindest, die ersten beiden Märkte boten ausschließlich Fertigprodukte und getrockneten Fisch, usw an. Nicht schön anzuschauen und noch schlechter zu riechen, was sich direkt bei Vroun bemerkbar machte…Hand vor den Mund und das Erbrechen noch zurückhaltend stürmte sie hinaus…the same procedure as every day 😉

Wie dem auch sei, suchten wir noch den Nightmarket von Chiang Mai auf – bestückt mit ordentlich Foodständen fanden wir etwas zu essen, alles in allem war dieser Markt sehenswert.

Was tun mit dem abgebrochenen Abend – quer durch die Stadt zurück! Bei einer netten Location machten wir Station auf einen Absacker – Chang Biere in 0,6er Flaschen…schon eher die gewohnten Dimensionen.

Kurz vor unserer Unterkunft querten wir nochmals ein paar Foodstände am Straßenrand – Highlight war ein „Crepesmacher“…Banenen-Nutella-Füllung…leider gab’s nur eine Portion(…das Zeig konnte man Essen bis einem schlecht wird…)!

Tag 5 – Stadt, Land, Fluss

Diesen Tag hatten wir als Transfertag geplant und auch so verlebt.

Mit dem Big Boat ging es viel günstiger als mit dem Speedboad zum Festland zurück.

Dort angekommen hat es ein wenig gedauert bis wir den richtigen Bus oder Minivan zum Flughafen bzw. Rayong Busterminal gefunden hatten.

Leider war der, wie in einer Disco ausgestattete Bus, nicht unserer.

Anmerkung: Auch diese Bootsfahrt ist nicht spurlos an Vroun vorbeigegangen, die Toilette am Fährhafen gab ihr dann noch den Rest. Mit ner Cola und einigen Minuten zum Durchschnaufen ging es dann wieder besser.

Im, wie immer, klimatisierten Minivan gab es lautstarke Thai-Pop Musik und auf den Bildschirm vorne wurde das ganze noch mit Musikvideos visualisiert.

Zwischenstation: Im Rayong Busterminal haben wir uns dann einen kleinen Snack am Straßenrand gekauft. Es schmeckte so herrlich, dass wir ein zweites Mal zugriffen. Es waren so Art süße Reisbällchen mit Kokosnussmilch und Mais.

Am Flughafen angekommen, kauften wir uns unser Ticket nach Chiang Mai.

Wir hatten noch viel Zeit bis unser Flieger geht und konnten so die nächsten Tage grob planen und uns mit der Stadt Chiang Mai und den Norden Thailands vertraut machen.

Da wir das erste Mal Backpacken, wollten wir auch versuchen, im Low Budget zu reisen. Das gelingt uns mal mehr, mal weniger. Der Übereifer kam mit Flo und meinte, wir könnten die restliche Nacht am Ziel-Flughafen verbringen, weil sich eine Unterkunft nicht mehr lohnen würde. Da pfeif ich auf Low Budget. Ein vernünftiges Bett und Bad muss her. Darüber konnten wir uns dann eine geraume Zeit austauschen und die Zeit verging viel schneller als gedacht.

Flo hatte dann doch von seiner Schnapsidee ein Einsehen. Nicht zuletzt, weil meine Mimik nichts anderes zuließ.

Eine Herausforderung stellte die Gewichtsbeschränkung von 7kg für den Rucksack da. Mit mehreren Schichten, inkl. 2 Paar Socken, saßen wir schließlich am Abfluggate.

Wir waren Beide so froh, so viel wie möglich anzuhaben. Es war nämlich übelst kalt. Denke wie unser Kühlschrank. Ab da an hatte ich erbarmen mit meinen Eisbär, der täglich im Kühlschrank zubringt.

Für die, die es nicht wissen: Man findet einen kleinen Stoff- Coca Cola Eisbär bei uns im Kühlschrank.

Jetzt gings endlich los, kurzer Flug übers Land und schon waren wir da. Mit dem Taxi zum Hostel, welches trotz 24 Stunden Schalter geschlossen hatte. Glück im Unglück! Im gegenüberliegenden Gästehaus brannte noch Licht und so haben wir für noch weniger Bath ein richtig tolles Zimmer bekommen.

Da wir seit den Bällchen nichts mehr zu Essen hatten, trieb es uns noch raus auf die Straßen. Es gab überall Stände (24 Uhr) wo wir uns noch ein paar Spieße grillen ließen. Im Supermarkt holten wir uns dann noch unsere Wasserration und dicke gebrannte Bohnen, Koala Bären und Mentos.

Zurück im Zimmer entdeckten wir im Kühlschrank Wasser in Glasflaschen. Ohhhh, das ist wie Champagner, wenn man schon so lange kein Wasser aus Glas bekommen hat.

Wir genossen unser recht ungesundes aber leckeres Essen und gingen

Tag 4 – Füße hoch (Arsch in Sand)

Wir haben uns den Wecker auf 5:30 Uhr morgens gestellt um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Mit Meeresrauschen und direkte Sicht wachten wir auf. Leider war es bewölkt, ach ja und unsere Unterkunft lag im Norden… von wegen Sunrise. Na gut. Es war trotzdem schön.Wir wollten uns beide danach nochmal ein wenig aufs Ohr hauen. Bei Flo klappt das auch immer. Bauchlage und ein paar Minuten später schläft er tief und fest. Ich war wach. So richtig wach. Nachdem ich den Blog weiter geschrieben, Bilder synchronisiert und mich über die Insel erkundigt habe, war ich immer noch wach. Dann fiel mir was ein, was meine Laune plötzlich steigen ließ. Ich schlüpfte in meinen Bikini, schnappte mir das Handtuch und ging hinunter ans Meer. Das Wasser war herrlich. Überraschend gar nicht kalt, salzig und klar.Darauf bedacht nur mein Gesicht abzutrocknen ging ich zurück ins Zimmer, deckte vorsichtig Flo ab, und legte mich mit all der Nässe auf ihn. Hahahaha. Er war nicht so begeistert wie ich von meines frühmorgentlichen Schabernacks. Hahahaha – jetzt waren wir Beide wach. Aber nur kurz, dann schlief auch ich noch ein paar Stunden. Da die Anlagen einem Europäer gehören gab es zum Frühstück Eier, Toast, Butter und Erdbeermarmelade. Lecker.Wir beschlossen einige der Strände auf der Insel, welcher gleichzeitig ein Nationalpark ist, zu besuchen und verlebten einen schönen Tag am Meer und haben ca. 15 km zu Fuß an dem Tag zurückgelegt.Beim letzten Strandaufenthalt – idyllisch, einsam, ruhig – fanden wir noch eine Strandschaukel, superschön!!! Muss auch gleich probiert werden…draufgesessen und direkt versucht in Fotopose zu gehen – plumps!!! Schon lag sie da, wie ein Maikäfer auf dem Rücken, alles voller Sand 🙂Abends gingen wir wieder zur Banana. Für Flo gab es Curry Red next spicy step und für mich einen Eintopf mit viel Gemüse, Shrimps und kleinen Oktopussen. Dazu Chang Beer. Wir beschlossen auch zukünftig das geschlossene und gekühlte Bier, den Cocktails mit Eis vorzuziehen.Kritische GedankenFür uns ist das Wasser immer greifbar. Wir haben beste Qualität aus den Leitungen und bestimmen automatisch ob es kalt oder warm fließen soll. Wenn man die Situation hier sieht, dann wird einem bewusst, wie selbstverständlich wir doch Wasser ansehen….was wenn nicht mehr auch bei uns!?!?Später saßen wir am Strand und lauschten thailändischer Musik. Neben uns eine grölende Mädlsgruppe die Wein auf Ex tranken und zum Abschluss des Abends gab es noch eine wunderbare Feuershow.Später zu Hause wollten wir nur noch die beste Reiseroute und Transportmittel für das nächste Ziel Nationalpark Khao Yai checken. Wir mussten jedoch feststellen, dass es nicht wirklich einfach war dort hin zu gelangen und wir mit mindestens 9 Stunden Transfer über Bangkok rechnen mussten. Auch auf Backpacker-Seiten fanden wir keine besseren Alternativen.Die Seite Rome2Rio können wir nur wärmstens empfehlen. Egal wo auf der Welt. Hier werden alle Optionen inkl. Preise angezeigt, wie du von A nach B kommst.Mitternacht stand unsere weitere Planung fest. Mit dem Big Boat zurück aufs Festland, Minivan nach Rayong. Von dort aus mit dem Bus zum Airport UTP und dann komplett einmal quer übers Land nach Chiang Mai. Planmäßige Ankunft kurz vor Mitternacht. Danach orientieren wir uns die nächsten Tage entlang der Eisenbahnstrecke runter nach Chumphon. So der Plan…wir sind nun im „Backpackerleben+“ und lassen es auf uns zukommen wie’s kommt.

– Vroun & Flo –

Tag 3 – ab Richtung Strand

Alles in allem war’s bis Dato sehr ereignisreich, weshalb es uns nach Erholung und etwas Entschleunigung verlangte.

Wir brauchten allerdings etwas, bis wir den richtigen Ort fanden. Ziel für unsere Entschleunigung Ko Chang.

Noch ein letztes westliches Frühstück, was mehr kostete als unser gestrieges Abendessen und dann cu Bangkok.

Neben dem leckeren Essen laßen wir von der Insel Ko Samet wo viele Backpacker halt machten. Dann eben dorthin.

Zuerst zu den Busterminals am Victory Monument der Mitten in einem riesigen Kreisverkehr steht.

Dann ganz easy den richtigen Bus auf dem Fahrplan herausfinden. Aus den Plänen sind wir aber nicht schlau geworden.

Ein Infoschalter muss her. Gesagt, getan. Der nette Herr gab uns so gut es ging eine Wegbeschreibung und Notizen mit – hoffentlich haut das hin???

Mit dem Bus 509 oder 77 zum Northterminal. Aber wir fanden keinen Bus der dorthin fuhr. Bis er dann auf einmal vor uns stand. Nicht ganz sicher, ob das wirklich der Richtige war, fragten wir zuerst die Busfahrerin und zur Bestätigung nochmals mehrere Personen im Bus.

Unsereins würde niemals auf die Idee kommen, dass es sich dort um ein Terminal handelt. Vielmehr war es ein Schrottschotterplatz. Der nette Herr behielt aber recht und wir konnten die Reise mit einem Minivan fortsetzen. Nur fuhr dieser nur bis Rayong.

3 Stunden später und davon musste Vroun gefühlt auch 3 Stunden auf die Toilette hatten wir unser erstes Ziel erreicht. Kurz auf die Pippibox – zwischenzeitlich kamen schon die Thais auf mich zu um bei der Weiterreise zu helfen und so kam es dass wir uns sofort in einem Minibus nach BanPeh befanden.

Chillige Musik und natürlich Klima sind Standard! Der Bus fuhr uns direkt vorn Pier wo wir auch schon zum Ticketschalter gelotst wurden – ein Speedboat war unser Beförderungsmittel…YES.

Wie sich herausstellte das erste Highlight des Tages – eine rasante Fahrt bei hohem Wellengang ließ dies zu einem Erlebins(Flo) / Martirium (Vroun) werden!!!

In Ko Samet angekommen, es war schon dunkel, sortierten wir uns und versuchten WLAN-Zugang zu bekommen…nicht so einfach diesmal.

Unerhofft, kam es zum zweiten Highlight des Tages!!! Vroun hatte doch etwas weiche Knie von der Bootsfahrt und setzte sich kurzer Hand auf den Boden…nicht die beste Entscheidung. Als Sie wieder aufstand fiel mir ein teilzerdatschter Hundehaufen auf….jepp….richtig….Vroni (ab jetzt liebevoll Scheißerchen 😉 ) hatte ihn platt gemacht.

Die Kacke war nicht am dampfen, sondern an Hose, Weste, Rucksack und Wade….es stank zum Himmel.

Mit etwas Wasser, Seife und Tempos wurde die Situation sehr Souverän gelöst und Vroni konnte, fast, wieder lachen. (P.S. …ich war bemüht das Lachen zu verdrücken)

Nun suchten und fanden wir, zu Fuß, unsere Unterkunft – Sunriseview. Geführt von einem Engländer fanden wir uns gut aufgehoben (wobei uns der Hund den Bungslow überteuert anbieten wollte…).

Wir folgten seiner Empfehlung und gingen zum Abendessen zur BananaBar – gutes, hausgemachtes ThaiCurry und ChangBier!

Danach noch ein Spaziergang am Strand sowie im Golf von Thailand waren ein herrlicher Tagesabschluss – einen Cocktail gabs auch noch.

– Flo –

Tag 2 – das (un)touristische Bangkok

„Klopf, klopf“ 15 Stunden später, es war kurz vor Mittag, weckte uns die Reinigungskraft. Huch, jetzt aber schnell. Mit der S-Bahn zu den Piers, um dann in ein Boot zu steigen, den Fluss hinauf zur Anlegestelle des Königspalastes, das war der Plan. Und hey! Es klappte!

Hier mussten wir uns noch etwas zum Anziehen kaufen. Schulterfrei und kurze Hosen waren im Areal Grande Palace nicht erlaubt. Flo’s Hose hielt ganze 5 Minuten bis schon das erste Loch drin war und als wir raus kamen, konnte man noch erahnen, dass dort einmal Nähte waren. Eine gute Hausfrau könnte sie flicken…

An der Kasse wurden wir dann zur Attraktion. Eine Chinesin flippte förmlich aus und wollte unbedingt ein Selfi mit uns. Yan, 24 Jahre jung, war alleine unterwegs und so kam es, dass wir den Palast gemeinsam erkundeten.

Was für imposante Bauten, Tempel und Anlagen! Man kam aus den Staunen nicht mehr raus.

Nach diesem Musthave an Sightseeing wollten wir querfeldein die Altstadt erkunden und gingen durch einen Park wo der Ausgang auf sich warten lies.

Angetrieben von Hunger und Durst folgten wir einer kleinen Klog (künstlich angelegte Wasserwege, welche heute nicht mehr benutzt werden). Nun sahen wir, wie die Menschen in Bangkok zum Teil leben und kamen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und wie gut es uns geht.

Auf einer Hauptstraße wieder angelangt, luden unzählige Tempel rechts und links zum Bestaunen ein. Unser Ziel war der Golden Mounten.

Da es zum „Frühstück“ leider keinen Kaffee gab, hielten wir auf den Heimweg an einer der vielen Starbucks an. Um dann einen überteuerten Kaffee Medium, welcher sich als Espresso mit viel Wasser herausstellte, zu trinken. Ich habe ihn einfach nur genossen und war happy. Entlang der vielbefahrenen Straße in der Rushhour sahen wir Menschen beim Zumba tanzen zu. Wir schwitzen schon vom Nichtstun und das zusehen alleine hat uns schon gereicht. Von weiter Ferne sahen wir das Hotel Siam@Siam und erspähten eine Skybar. Im Aufzug nach oben lernten wir Anette und Marco aus Leipzig kennen. Die beiden und mehrere Cocktails waren unser Begleiter für die nächsten Stunden Mitten in der atemberaubenden Skyline Bangkoks.

So, jetzt aber wirklich ins Hotel. Wäre da nicht doch der eine Fischmarkt gewesen, welchen wir am Vortag schon passierten. Eine Station vor Nana stiegen wir aus, um den Rest zum Hotel zu laufen und hofften auf einen leckeren Mitternachtssnack. Volltreffer! Frisch gegrillter Fisch, Papayasalat und Kokosnusswasser. Was für ein Abendmahl. Wir speisten wir in einem 5 Sterne Restaurant nur auf Abenteuer-Weise eben.

Jetzt aber ins Hotel. Immerhin müssen wir in den Rhythmus kommen. Wäre da nicht noch der eine Nightmarket. Nach einer Runde über den Markt schlugen wir doch final die Richtung zum Hotel ein.

Völlig k.o. aber richtig glücklich schliefen wir bei gemütlichen 27 Grad ein.

-Vroun-

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten