Doch noch gerädert von der letzten Nacht ließen wir es auch an diesem Morgen langsam angehen. Vor allem aber auch, weil das Taxi uns erst auf 11am von der Unterkunft abholte. So laßen wir noch ein wenig in der Hängematte und im Bett.
Vollgepackt mit allen sieben Sachen (oder vllt. doch nicht?) machten wir uns auf den Weg zur Fähre.
Wir saßen wie üblich auf der Ladefläche eines Pickups. Die Fahrerin war wohl eher der Meinung sie fahre einen flotten Sportwagen. So heizten wir über die kurvigen Landstraßen quer durch die Insel.
„In ein paar Minuten legt die Fähre ab und wir sind noch nicht da!“
Als hätte die Rennbraut unsere Unterhaltung verstanden, kamen wir genau so an, dass ich von der Ladefläche zur Kasse jumpen konnte und wir als Letztes an Board gingen. Problem an der ganzen Sache. Ich hatte schon einen flauen Magen und jetzt noch eine Schiffsfahrt. Das bereitete mir Sorgen.


Auf nach Koh Samui!
Die Fahrt hatte es in sich. Es war ein heftiger Wellengang und es war ein kleines Schiff. So entpuppte sich das Ganze mehr als Wildwasserrafting! Wir saßen unten im Schiff. Das Wasser schweppte sogar von den „geschlossenen“ Fenstern herein. So stand ich Höllenqualen aus.



Ein Hund pisste sich vor Angst ins Höschen äh auf den Boden und zwei junge Mädls waren noch bleicher um die Nase als ich. Im Hintergrund hörte man immer wieder Leute grölen und Gläser klirren. Am Abend zuvor war Halfmoon-Party. Auch wir überlegten dort hinzugehen. Jedoch war der Eintritt mit 1500 Baht nicht gerade ein Schnäppchen. Zudem Taxi und natürlich die Getränke. Wahrscheinlich auch besser so, sonst hätte ich mir spätestens bei der Überfahrt den Abend nochmals durch den Kopf gehen lassen…
Endlich Land in Sicht!
Hello Koh Samui:


Das Hotel war dieses Mal fußläufig gut zu erreichen und wir machten ersteinmal ein wenig Rast in unserem neuen Heim, das von Unterkunft zu Unterkunft immer besser wurde.


Kurzer Lunch in einem Frühstückscafè wo man bis Abends um 6 noch ein Frühstücksei ordern kann. Hätten wir so etwas in Regensburg wäre das frühe sonntägliche Problem gelöst!
Für Flo gab es das obligatorische Curry und ’ne Coke.


Der Magen war gefüllt! Perfekt – so können wir uns die ersten Sehenswürdigkeiten vornehmen. Ziel: Big Buddha – die meistbesuchteste Attraktion der Insel.
Und schon leerte sich beinahe der Magen wieder! Wir mussten einen Fluss und einen Straßenzug passieren, so dass sogar die Müllverwertungsanlage kurz vorm Airport Muc nach Rosen und Veilchen duftet. Pfui deife! Das war sogar Flo zu viel.



Und so möchten wir jetzt kurz, aber ein Thema was uns am Herzen liegt, eingehen. Hochglanzprospekte, Buchungsportale, Instapost und Urlaubsbilder zeigen immer nur die wunderschönen Seiten von Thailand. Leider gibt es aber noch eine ganz andere.
Dieses Land ist verdreckt bis zum geht nicht mehr. Überall liegt Müll, Plastik zu benutzen und achtlos wegzuschmeißen scheint der letzte Schrei hier zu sein. Sagen wir an der Kasse, no bag, pls; werden wir ungläubig angesehen. Häuser verfallen zu Ruinen. Gegenstände, wie Toilettensschüssel, E-Geräte usw. bleiben einfach am Grundstück liegen und es stinkt einfach viel zu oft. Entweder nach der Stinkefrucht, Abgase oder allem anderen.





Wenn ich das sehe und riche, dann bekomme ich so eine Wut im Bauch. Und ich denke mir nun, jetzt erst recht! Jetzt werde ich noch mehr darauf achten, so wenig Müll wie möglich zu konsumieren und zu produzieren! ■■■ ENDE
Buddha war tatsächlich wie unser Reiseführer schrieb, ein Tourifänger der auch nur für diese erbaut worden ist.

Was viel cooler und beeindruckender war, waren diese Figuren. Alien, Predator und Co. lassen grüßen.


Nach unseren ersten Eindrücken der Insel gings ab zum Pool ins Hotel. In den grünen Pool wohlgemerkt. Ziemlich crazy diese Farbe für Fliesen auszuwählen.

So und nun das absolute Highlight! Ausm TripAdvisor erfuhren wir, dass das bestbewerteste Lokal der Insel nich weit von uns weg war. Es lag zwar hinterhalb der Stinkezone, aber das Risiko nahmen wir auf uns und wurden reichlich belohnt.
Seht selbst:
Das Ambiente im Supattra:


Das Dinner:
gemeinsame Vorspeise – Calamari

Hauptgang: Best Thai Krabben Curry ever (Testurteil Gurmet-Curry-Gaumen-Spezialist Flo)
Man beachte die unterschiedlichen Currfarben.
Gelb=LowLevel Spicy=me
Orange=ThaiSpicy=Flo


Die Bedienung fragte ihn beim ordern, ob er es wirklich so möchte. Es stellte sich heraus, es hatte wirklich Zunder und Flo kam das allererste Mal richtig ins Schwitzen.
Das wir an dem Abend viel Geld ausgeben, war uns bewusst. Dennoch mussten wir vor der Nachtischbestellung fragen, ob wir mit Kreditkarte auch bezahlen können.
… es folgte das Dessert:

Für mich gab es Toblerone Mouse mit Beeren Parfait.
Flo nahm eine thailändische Nachspeise. Und das war nicht der Klebereis mit Mango oder Banane in Kokosmilch. Auch seine heißgeliebten Nutella Thaicrepes konnten hier nicht mithalten. Es gab Bua Loi!
Kleine Kugeln aus Reis und Kartoffeln hergestellt. Sah aus wie die Cerealein Fruit Loops.



Für dieses köstliche Menü hätten wir auch gut und gerne die eine oder andere Nacht mehr im Norden Thailands verbringen können – Touriflecken sind einfach teuerer!