Tag 26 – Marine Park und Die Welt ist ein Dorf

Tja, der heutige Tag steht ganz unter dem Motto Ausflug gebucht – die Füße weit von sich strecken und um nix kümmern müssen.

Bereits pünktlich um 0715 wurden wir vom Shuttle abgeholt und zum Pier gebracht. Gechillte Anfahrt im Minibus(….man beachte die Verbotszeichen…).

Der Bootszustieg war schon lustiger…ein Eisengestell mit Brettln ging vom Pier aufs Boot, vorab bekam jeder Passagier noch in bester Massenabfertigungsmarnier noch ein Makerl (rot/grün) verpasst.

Ehe wir uns versahen legten wir ab und wurden direkt vom Guide in bestem Thai-Englisch begrüßt :). Der Tagesablauf wurde angesprochen – jetzt wurde auch die Bedeutung der Makerl klar (rot = Kajak / grün = keines).

Jedenfalls roch/stank es auf dem Boot nach Benzin, wie ein alter Mofavergaser…aber es passte!

Wir konnten dann aufs Oberdeck – gute Abwechslung, denn dort lagen Matten die zum hinlegen einluden! Die Chance packten wir beim Schopf und machten es uns gemütlich – während ich noch eine Mütze Schlaf nachholte, hat bei Vroni der Wellengang das Wohlbefinden etwas geschmälert (… a bissl bleich um die Nasenspitze wars).

Nach dem Nickerchen wurden wir von einer deutschen Guidin in die Details des Tages eingewießen…Kajakhandling, wann wo hinlaufen und wann wo nicht hinlaufen.

Man merkte ihr an, dass Sie den Job schon länger macht…mit geschlossenen Augen predigte Sie alles gebetsmühlenartig runter – ABER, das ist nicht negativ gemeint, denn auf Ihre Art konnte Sie uns motivieren den Vorgaben auch Folge zu leisten…;)

》 …iiiiiimmer wiiiiiieder sind 2 oder 3 Helden dabei die das nicht beachten und dann ist das Geschrei groß.

》…wir gehören nicht zu den dummen…usw :-)))

Dann wars auch soweit, die Kajakfahrer wurden abgesetzt, während wir per Boot zum ersten Ankerplatz fahren durften (den Rückweg dürfen wir dann Kajaken).

Hier wurds dann, ja…knifflig…das einsteigen ins Longtail vom Boot war bei starkem Wellengang nicht einfach! So kams dass das Longtail unter das Boot kam und ordentlich aus dem Gleichgewicht gebracht wurde….die Bootscrew war hektisch, aber es ging alles glatt….nur schnell weg vom Boot dachte sich auch der Longtailfahrer!

Und prompt geschah’s – wir kamen mit der Schraube in ein Ankertau einer Boje….nix ging mehr, da ganze Bua a Depp…so oder so ähnlich;). Irgendwie losmachen war die Devise….da wir noch zu nahe am Boot waren, war die Situation etwas heikel…irgendwie schafften wir es. Mit einem etwas größerem Buttermesser schnitt dann unser Bootsführer an der Schraube rum und versuchte das Tau (Metzger-Daumendick) zu cutten. Ach ja, wer steurt das Boot? Egal. Jedenfalls funktionierte die Schraube nicht mehr, auch nach dem lösen des Taus…vermutlich Antriebswelle…

Was nun, umsteigen? Ein 2. Longtail legte längsseits bei uns an und wurde mit Seilen festgezurrt – nix da, kurzer Hand wurden wir abgeschleppt 🙂 – alles unter Safetyfirst Gesichtspunkten.

Über einen schwimmenden Plastiksteg gings an Land – die Insel bot eine beschauliche Lagune…war ganz nett. Aber nicht zu vergleichen mit der vorherigen Action!

Schwimmen ist in der Lagune verboten. Bei genauerem Hinsehen wüssten wir auch nicht, wer das gerne tat. Denn der See bzw. das was wir sahen, war über und über voller Seeigel.

Die Welt ist ein Dorf!!! Lustig war – wir trafen zwei deutsche Mädels wieder, welche unseren Weg schon auf Ko Pha Ngan an dem Wasserfall, wo kein Wasser kam, kreuzten. So quatschten wir etwas…

Der Rückweg von der Lagune war wieder kurz und beschwerlich….die Treppenbauer in Thailand sind Künstler, steilere Treppen und höhere Stufen gibts sonst nirgends in einer Kombi!

Endlich durften wir Kajaken….Zweierkajak, Vroun und ich. Na Mahlzeit, ob das gut geht 😉

Gings auch, zwar wars nicht immer klar ob links oder rechts gerudert werden musste (ich sagte zwar rechts an…Vroni ruderte dann das andere rechts…aiso links), aber wir kamen trocken zur Aufsammelstelle. Naja, etwas feucht waren wir, mit den Rudern konnte man schon etwas Wasser dem Kajakbody zukommen lassen ;).

Zurück aufm Boot gabs dann Mittagessn – Curry, Reis, Kartoffel und Gemüse in bester Feldküchenzubereitung. Egal, Hunger hatten wir wie Sau…aiso rein damit.

Am Nachmittag stand Ziel 2 an: Aussichtspunkt übern Marinepark.

Es waren zwar nur ein paar hundert Meter, aber alles bergauf und ausschließlich Treppen. Thaitreppen, d.h. de Staffen waren Hüfthoch…ok ned ganz aber immer irgendwo zwischen normal und Hüfte.

Oben angekommen, wars dann aber die Plackerei schon wert, wir genossen ein paar Minuten den Ausblick. Leider nicht die Ruhe, denn hier rennen die Touris rauf wie das Vieh zur Schlachtbank. Egal ob alt, oder dick oder Kind…alle müssen da hoch…

Lacher, eine in die Jahre gekommene „Möchtegern-HeidiKlum“ die 123 Selfies machen musste und sich hat fotografieren lassen, dass ihre Orangenhaut nur nicht zu sehr zu sehen ist und gleichzeitig auch die Haare gut sitzen mussten…

Wir machten uns dann wieder an den Abstieg…war auch nicht ohne – schlau wie wir sind hatten wir nur FlipFlops an! Aber lief alles reibungslos – unten angekommen gings dann zügig aufs Boot – Wind kommt auf. Wir bemerkten es direkt beim Zustieg über den Steg, alles schwankte so, dass das bloße gehen nicht easy war.

Das zurückschippern zog sich dann eine gefühlte Ewigkeit – alles in allem merkte man es jedem an, dass der Tag etwas anstrengender war als ein reiner Strandtag. Zusätzlich war das Meer etwas rauher und das Boot schauckelte entsprechend besser.

Abends gings nur noch kurz ums Eck…“Italienisches Essen“ hatten wir übern TripAdvisor ausfindig gemacht…denkste, waren doch ein paar Meter mehr.

Dort angekommen waren wir die einzigen Gäste, störte uns aber nicht da der Hunger groß war und eine latente Müdigkeit sich breit machte.

Unspäktakuläres Essen – unspäktakulärer Abend…beim zurückgehen stellten wir fest dass der eigentliche Italiener genau 25m von unserem Hotel entfernt – entgegengesetzte Richtung – liegt. Gute Nacht 😉

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